Drei Fehler bei der Säule 3a, die teuer werden
Die Säule 3a ist das vorteilhafteste Sparinstrument der Schweiz. Falsch genutzt, lässt sie trotzdem Tausende Franken liegen. Diese Fallen sollten Sie vermeiden.

Die Säule 3a gilt als steuerliche Selbstverständlichkeit für Steuerpflichtige in der Schweiz. Und das ist sie auch. Jeder einbezahlte Franken senkt Ihr steuerbares Einkommen, und das Kapital wächst bis zur Pensionierung steuerfrei. Doch zwischen der Eröffnung eines Kontos und einer echten Strategie liegen Welten, und genau in dieser Lücke geht am meisten Geld verloren.
1. Im letzten Moment einzahlen oder gar nicht
Der 3a-Maximalbetrag eines Jahres lässt sich nicht einfach übertragen. Wer nicht einzahlt, verzichtet in der Regel auf den Abzug dieses Jahres. Seit 2025 ist ein nachträglicher Einkauf zwar möglich, aber nur unter strengen Bedingungen und nur für Lücken ab 2025. Verlassen sollte man sich darauf nicht. Und wer im Dezember statt im Januar einzahlt, schenkt elf Monate Rendite seiner Bank statt sich selbst.
2. Alles auf einem schlafenden Konto liegen lassen
Ein klassisches 3a-Bankkonto verzinst heute nur einen Bruchteil der Teuerung. Über dreissig Jahre beläuft sich der Unterschied zwischen einem Konto und einer in Wertschriften angelegten 3a auf Zehntausende Franken. Das Risiko steuert man nach dem eigenen Anlagehorizont, man erleidet es nicht.
3. Nur ein einziges Konto eröffnen
Wer bei der Pensionierung die ganze 3a im gleichen Jahr bezieht, treibt die Steuerprogression in die Höhe. Verteilt man das Kapital auf mehrere, über die Jahre eröffnete Konten, lassen sich die Bezüge auf mehrere Jahre staffeln, und die Steuer beim Bezug sinkt deutlich.
Die Reflexe, die alles verändern
- Früh im Jahr einzahlen, idealerweise per monatlichem Dauerauftrag.
- Das richtige Gefäss wählen, ob Konto, Wertschriften oder Versicherung, je nach Horizont.
- Alle paar Jahre ein neues 3a-Konto eröffnen, um die Bezüge später zu staffeln.
- Die Strategie bei jedem Lebensschritt überprüfen, etwa bei Wohneigentum, Heirat oder Selbstständigkeit.
Keine dieser Entscheidungen ist für sich genommen kompliziert. Erst ihre Kombination, abgestimmt auf Ihre Situation, macht den Unterschied. Eine kostenlose Vorsorgeanalyse genügt, um den Rahmen zu setzen.
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